Zscaler- & Zero-Trust-Betriebslexikon

Zscaler- & Zero-Trust-Betriebslexikon: 61 Begriffe von A bis Z

Alle Begriffe rund um den Zscaler-Betrieb, von Produkten und Traffic-Steuerung bis Governance und Souveränität, kompakt erklaert für Helpdesk, Administration und Audit.

Sehen Sie die Begriffe live in der Live-Demo.Live-Demo ansehen

Produkte & Plattform (14)

App ConnectorSoftware-Komponente von Zscaler Private Access, die nahe internen Anwendungen läuft und ausschließlich ausgehende Verbindungen zur ZPA-Cloud aufbaut, um Zugriffe zu vermitteln. Branch ConnectorZscaler-Komponente, die den Verkehr von Geräten an einem Standort mit dem Zero Trust Exchange verbindet, auch für Geräte ohne Client Connector. Private Service EdgeLokal betriebene Komponente von Zscaler, die Richtliniendurchsetzung näher am Kundenstandort ausführt, etwa für Latenz- oder Souveränitätsanforderungen. Privileged Remote Access (PRA)Clientloser Zugangsdienst von Zscaler Private Access, über den Nutzer per Browser auf interne Systeme wie Server, Jump-Hosts oder Desktops zugreifen. ZDX (Zscaler Digital Experience)Dienst der Zero Trust Exchange, der die digitale Nutzererfahrung entlang Gerät, Netzwerk und Anwendung misst und als Score plus Deep-Tracing-Daten bereitstellt. Zero Trust ExchangeCloudplattform von Zscaler als gemeinsames Fundament für ZIA, ZPA, ZDX und ZIdentity; prüft Datenverkehr inline nach dem Zero-Trust-Prinzip. ZIA (Zscaler Internet Access)Dienst der Zero Trust Exchange, der Internet- und Cloud-Zugriffe inline prüft: Firewall, URL-Filterung, SSL-Inspection, Sandboxing und DLP in einem Cloud-Dienst. ZIdentityIdentitätsdienst von Zscaler innerhalb der Zero Trust Exchange, der Nutzer- und Geräteidentität für ZIA, ZPA und ZDX bereitstellt und mit Identitätsanbietern verbindet. ZPA (Zscaler Private Access)Dienst der Zero Trust Exchange, der Zugriffe auf private Unternehmensanwendungen über fein segmentierte App-Zugriffe statt klassischer VPN-Tunnel absichert. ZPA-MicrotenantEin abgegrenzter Verwaltungsbereich innerhalb eines ZPA-Tenants, über den Tochtergesellschaften oder Abteilungen ihre App-Segmente, Connectoren und Richtlinien delegiert und unabhängig verwalten. Zscaler Client Connector (ZCC)Endpunkt-Agent der Zscaler-Plattform, der Nutzer authentifiziert, Geräteverkehr an ZIA und ZPA weiterleitet und Telemetrie für ZDX liefert. Zscaler Experience CenterDie vereinheitlichte Administrations-Konsole von Zscaler, die die Verwaltung von Internet- und SaaS-Zugriff, Private Access, Digital Experience Monitoring und Client Connector unter einer Oberfläche und einer Anmeldung zusammenführt. Zscaler OneAPIEinheitlicher API-Zugang von Zscaler, über den sich Konfigurations- und Betriebsdaten aus Diensten wie ZIA, ZPA und ZDX programmatisch lesen und steuern lassen. Zscaler-TenantIsolierte Instanz einer Organisation in der Zscaler-Cloud mit eigener Konfiguration, eigenen Administratoren, Nutzern, Richtlinien und getrennten Daten.

Zugriff & Traffic (16)

App-SegmentEin App-Segment buendelt in Zscaler Private Access interne Anwendungen zu einer Zugriffseinheit, auf die Nutzer gezielt statt netzweit zugreifen. Browser AccessZPA-Zugriffsart, bei der Nutzer über einen normalen Webbrowser auf interne Web-Anwendungen zugreifen, ohne den Zscaler Client Connector installiert zu haben. Forwarding-ProfilKonfigurationseinheit im Zscaler Client Connector, die je nach erkanntem Netzwerkstandort festlegt, ob und wie Gerätetraffic zur Zscaler-Cloud weitergeleitet wird. Intermediate-CA-ZertifikatDas Zertifikat einer Zwischenzertifizierungsstelle, mit dem Zscaler bei der SSL/TLS-Inspection die dynamisch ausgestellten Prüf-Zertifikate signiert; es schützt die Root-CA und muss auf den Endgeräten als vertrauenswürdig hinterlegt sein. Kerberos-AuthentifizierungEin ticketbasiertes Authentifizierungsverfahren, mit dem Zscaler Nutzer ohne Passworteingabe und ohne Browser-Interaktion identifiziert; es setzt eine Kerberos-fähige PAC-Datei, eine Realm-Vertrauensstellung und synchrone Systemzeit voraus. PAC-DateiKonfigurationsdatei mit einer JavaScript-Funktion, die je Ziel-URL entscheidet, ob der Datenverkehr direkt oder über welchen Proxy geleitet wird. Posture-ProfilIm Zscaler Client Connector Portal definierte Sammlung von Kriterien, die ein Gerät erfüllen muss, um als vertrauenswürdig zu gelten und Zugriff zu erhalten. SAML-AuthentifizierungEin browserbasiertes Single-Sign-On-Verfahren, bei dem ein Identity Provider die Identität eines Nutzers bestätigt und Zscaler die Anmeldung samt übermittelter Attribute für Richtlinien und Zuordnung nutzt. SASEArchitekturmodell, das Netzwerkfunktionen wie SD-WAN mit cloudbasierten Sicherheitsdiensten wie Zero Trust Access, Firewall und Web-Schutz in einer Cloud-Plattform bündelt. Source IP Anchoring (SIPA)Zscaler-Funktion, mit der ausgehender Internet-Traffic über feste, dem Unternehmen zugeordnete IP-Adressbereiche verlässt, für Ziele mit IP-Whitelisting. SSEBündel cloudbasierter Sicherheitsdienste wie Zero Trust Access, Web-Schutz, Cloud-Firewall und Datenschutz, das den Sicherheitsteil einer SASE-Architektur bildet. SSL-/TLS-InspectionVerfahren, bei dem verschlüsselter Datenverkehr an einer vertrauenswürdigen Zwischenstelle entschlüsselt, auf Bedrohungen und Datenabfluss geprüft und anschließend neu verschlüsselt wird. SSL-Inspection-BypassEine gezielte Ausnahme, mit der bestimmte Anwendungen oder Domains von der SSL/TLS-Inspection ausgenommen werden, typischerweise weil sie Certificate Pinning nutzen und unter Entschlüsselung die Verbindung abbrechen. Surrogate IPEin Zscaler-Dienst, der einen authentifizierten Nutzer einer privaten IP-Adresse zuordnet, damit Nutzer-Richtlinien auch für Verkehr gelten, den der Dienst nicht direkt authentifizieren kann. Z-Tunnel 2.0Moderner Tunnelmechanismus des Zscaler Client Connector, über den Gerätetraffic verschlüsselt und anwendungsgranular zur Zscaler-Cloud geleitet wird. ZTNASicherheitsmodell, das Nutzern Zugriff nur auf einzelne, freigegebene Anwendungen statt auf ein ganzes Netzwerk gewährt und Identität sowie Kontext bei jedem Zugriff prüft.

Experience & Diagnose (6)

Policy-Hygiene & Betrieb (16)

Access Policy (ZPA)Regelwerk in Zscaler Private Access, das je Nutzer und Gerät entscheidet, welche internen Anwendungen erreichbar sind, nach dem Prinzip der geringsten Rechte. Any-Any-RegelFirewall- oder Zugriffsregel, die alle Quellen und alle Ziele zugleich erfasst und dadurch besonders breit wirkt, was Least Privilege und Nachvollziehbarkeit erschwert. Browser IsolationSicherheitsmechanismus, der riskante Webinhalte in einer getrennten Cloud-Umgebung rendert und dem Nutzer nur ein sicheres Abbild der Seite zeigt. CASBSicherheitsschicht zwischen Nutzern und Cloud-Diensten, die Nutzung, Konfiguration und Datenfluss von SaaS-Anwendungen sichtbar macht und darauf Richtlinien anwendet. Cloud SandboxIsolierte Cloud-Umgebung, in der unbekannte oder verdächtige Dateien vor der Zustellung ausgeführt und verhaltensbasiert auf schädliches Verhalten geprüft werden. DLPRichtlinien und technische Kontrollen, die den unbeabsichtigten oder unautorisierten Abfluss sensibler Daten erkennen und verhindern sollen. Konfigurations-RollbackGezieltes Zurücksetzen einer Konfiguration auf einen früheren, funktionierenden Stand, nachdem eine Änderung Probleme verursacht hat. Konfigurations-SnapshotZeitpunktgenaue Momentaufnahme des Konfigurationsstands, etwa des Zscaler-Regelwerks, als Wiederherstellungspunkt und Vergleichsbasis vor kritischen Änderungen. Policy-DriftSchleichende Abweichung eines Regelwerks vom ursprünglich gewollten Sicherheitszustand durch viele einzeln nachvollziehbare Änderungen ohne laufende Gesamtsicht. Policy-KonfliktEin Policy-Konflikt entsteht, wenn sich Sicherheitsregeln widersprechen oder ueberlagern, sodass eine Regel anders wirkt als beabsichtigt. Shadow ITIT-Systeme und vor allem Cloud-Dienste, die Mitarbeitende ohne Wissen oder Freigabe der IT-Abteilung einsetzen, meist um Arbeit schneller zu erledigen als über den offiziellen Weg. Shadowed RulesRegeln, die nie greifen, weil eine früher ausgewertete Regel ihren Geltungsbereich vollständig abdeckt; ein häufiger, schwer sichtbarer Defekt in Firewall- und Web-Gateway-Regelwerken. Stale RulesVeraltete oder ungenutzte Regeln in einem Regelwerk, die keinen Nutzen mehr stiften, aber Komplexität, Fehlersuche-Aufwand und Sicherheitsrisiken im Betrieb erhöhen. URL-KategorienVordefinierte oder eigene Gruppen von Webadressen, denen Zscaler automatisch eine Klassifizierung zuweist, damit Policies auf Kategorien statt auf Einzeldomains aufbauen. Vier-Augen-PrinzipOrganisatorisches Kontrollprinzip, bei dem kritische Änderungen vor dem Wirksamwerden von einer zweiten Person geprüft und freigegeben werden, inklusive dokumentiertem Freigabe-Nachweis. Zscaler-BlockseiteDie Hinweisseite, die der Zscaler-Dienst Nutzern anzeigt, wenn er den Zugriff auf eine Website, Datei oder Anwendung aufgrund einer Richtlinie oder eines fehlerhaften Zertifikats blockiert.

Governance & Souveränität (9)

Audit-TrailLückenlose, chronologische und manipulationsgeschützte Protokollierung sicherheitsrelevanter Aktionen, die belegt, wer wann welche Änderung vorgenommen und freigegeben hat; Grundlage der Nachweisführung. Compliance-EvidenceDokumentierte, überprüfbare Belege dafür, dass eine geforderte Sicherheitsmaßnahme umgesetzt ist und wirkt, zugeordnet zu Vorgaben wie NIS2, DORA oder ISO 27001. DORA im IT-BetriebDie laufende betriebliche Umsetzung der EU-Verordnung DORA: nachvollziehbares IKT-Risikomanagement, geprüfte Zugriffskontrollen und belastbare Protokolle im Finanzsektor. EU-DatensouveränitätFähigkeit, Daten und deren Verarbeitung vollständig unter europäischem Recht und eigener Kontrolle zu halten, von der Datenresidenz bis zu Betriebs- und Audit-Daten. Log-PseudonymisierungErsetzen direkt identifizierender Angaben in Protokolldaten wie Benutzernamen oder IP-Adressen durch Pseudonyme, damit sich Personen nicht mehr unmittelbar erkennen lassen. MandantenfähigkeitFähigkeit eines Systems, mehrere unabhängige Mandanten strikt getrennt zu verwalten und dabei jedem Mandanten nur Zugriff auf seine eigenen Daten zu geben. NIS2 im IT-BetriebDie laufende betriebliche Umsetzung der EU-Richtlinie NIS2: gepflegte Zugriffskontrollen, nachvollziehbare Konfiguration und belastbare Protokolle statt einmaliger Dokumentation. Nutzer-IsolationSchnelle Eingrenzung eines kompromittierten Nutzers oder Geräts, indem der Zugang zu Internet und internen Anwendungen unterbrochen wird, um Schaden zu begrenzen. RBACBerechtigungsmodell, das Zugriffsrechte an Rollen statt an einzelne Personen bindet; Nutzer erhalten Rechte über Rollenzuweisung, was Konsistenz, Least Privilege und Nachvollziehbarkeit erleichtert.

Hinweis: CentaurNexus ist ein unabhängiges Produkt der SourcingBlox GmbH und kein Angebot von Zscaler, Inc. Produkt- und Markennamen gehören ihren jeweiligen Inhabern.